Auch 2018 engagiert sich Apple verstärkt im Bereich Healthcare

In den USA seit 2018 möglich: 1-Kanal-EKG-Messung mit der Apple Watch

Kein Jahr vergeht in dem sich Apple nicht stärker den Themen HealthCare zuwendet, so auch in 2018. In Cubertino wurde in diesem Jahr sind es drei relevante Entwicklungen, die dieses Engagement untermauern: Die EKG Funktion der Apple Watch, Das Apple Health Record Programm und Hardwareseitig die KI Chips jetzt in iPhones und den neuen iPads.

Apple Watch Series 4 mit 1-Kanal-EKG Messung

Schon Anfang des Jahres gab es die ersten Gerücht über neue Aktivitäten von Apple beim Thema Herzgesundheit. Wie immer bei Apple sind Gerüchte erstmal nur Gerüchte, aber das Bild das sich aus einer erstem Meldung der New York Times im Januar, von im Februar bekannt gewordenen Einwilligungsbögen für eine Apple Heart Study in Stanford, im März dann eine Publikation im Medizinjournal JAMA über eine Studie die mit KI und Daten der Apple Watch Vorhofflimmern erkennen konnte und einem aus den Stanford Unterlagen bekannten FDA Zuslassungsverfahren ergab, war recht eindeutig, dass es nun soweit war. Auch die Entkoppelung der Aplle Watch vom iPhone war für diese Entwicklung ein wichtiger Schritt.

Im September präsentierte Apple also die Apple Watch Series 4 mit EKG Messfunktion. Dabei bilden die Arme und Körper des Uhrträgers einen Ring, in den die Apple Watch über die Unterseite mit dem einen Arm verbunden ist und mit dem Inneren des Drehrads an der Uhr über einen aufgelegten Finger des anderen Arms eingebunden ist. So kann sie ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, wenn der Nutzer dies explizit mit dem Gerät tun möchte.

Apple kündigte zudem an, dass das Gerät im Hintergrund in der Lage ist automatisch eine Vorhofflimmern zu erkennen, auch ohne dass der Träger dazu eine Messung anstoßen muss. Die Uhr gibt dann eine entsprechende Wahrnung aus und regt eine EKG Messung durch den Nutzer und ggf. einen Arztbesuch an.

Interessant war die enorme Geschwindigkeit des FDA Zusallungsverfahrens, an dessen Ende ein „Clearance Letter für Klasse-2-Geräte“ stand. Mit dem Softwareupdate von iOS 12.1 stand die Funktion dann ab dem 6. Dezember allen Apple Watch Besitzern in den USA zur Verfügung.

Auch sonst konzentriert sich Apple mit der neuen Series 4 auf gesundheitsbezogene Anwendungen. So erkennt sie nun eine Vielzahl von Workouts automatisch anhand ihrer Sensoren wie z.B. für die Herzfrequenz oder die Bewegungsrichtungen.

Neu ist auch ein Feature, dass mit dem Beschleunigungssensor und dem verbauten Gyroskop einen Sturz erkennen kann. Der Nutzer wird dann gefragt, ob er einen Notfallkontakt informieren möchte oder die Uhr kann, wenn sie für einen Minute nach dem Sturz keine Bewegung des Nutzers registiertw wird, automatisch einen Notruf absetzen und die Notfallkontakte informieren.

Apple Health Record

Mit nicht so großer Aufmerksamkeit verbunden war die Einführung der Apple Health Records im amerikanischen Gesundheitswesen. Dabei kündigte Apple im Januar 2018 an mit iOS 11.3 eine persönliche Gesundheitsakte Health Record an, die es ermöglicht die Daten der auf jedem iPhone vorhandenen Apple Health App mit Systemen von ausgewählten Notfallambulanzen in den USA auszutauschen. Zum Start waren dies 12 über das ganze Land verteilte Einrichtungen darunter Penn Medicine in Philadelphia, Cedars-Sinai in Los Angeles, Johns Hopkins in Baltimore oder das Geisinger Health System, Pennsylvania. Bis zum August 2018 nutzten schon 75 Krankenhäuser eine Anbindung mir Apple Health Records.

Zusätzlich kündigte Apple Mitte des Jahres an dass es eine API für die Health Records geben werde, die es Entwicklern von Apps ab iOS 12 ermöglichen würde, mit entsprechenden Einwilligung auf Daten aus der elektronsichen Akte des Patienten zuzugreifen.

Erstes Beispiel für eine solche Integration war dabei die App Medisafe, die es ermöglicht mit der API Daten über verordnete Medikamente in ddiese App zu importieren und es so sehr viel leichter Macht, Erinnerungsmeldungen für die richtige Einnahme in der App zu erstellen.

A12X Bionic – Machine Learning Ready

Zuletzt berichtete das Wallstreet Journal über Gespräche zwischen Apple und dem Department of Veteran Affairs über eine spezielle Elektronische Gesundheitsakte für Vetranen.

Auch bei der Hardware legt Aplle in 2018 nach. iPad Pro und iPhone XS erhalten nun einen Chip mit Neural Engine und ermöglichen so fortschrittliches Machinelles Lernen, das insbesondere in der Medizin zur Anwendung kommen wird. Die Geräte werden so in der Lage sein in verschiedenen Apps KI-basierte Auswertungen und Bildanalysen durchzuführen, die es ermöglichen Zusammenhänge aus großen Datenmengen bespielsweise der Helth Records zu erkennen, die ein Arzt auf die schnelle gar nicht überblicken kann oder Classifier auf Bilddaten anzuwenden, die z.B. befundungsrelevante Bereiche erkennen und visualisieren können.

Noch ist diese Technik durch die Hardware nur möglich, die ersten Anwendungskonzepte werden aber bereits ausgearbeitet und bald erprobt.

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