Die NoCovid Modellregion Nürnberg

Eine gemeinsame Öffnungsstrategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie für die Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur in der Metropolregion Nürnberg

NoCovid ist eine Öffnungsstrategie für langfristige, sichere Lockerungen, um die Corona-Pandemie schnell zu beenden. Es ist gleichzeitig die einzige erfolgreiche Strategie, die schon viele Länder auf der Welt erfolgreich umgesetzt haben. Wir haben diese Strategie auf die lokale Ebene runtergebrochen, in konkrete Schritte umgesetzt und einen 4-Phasen-Plan erstellt.

Für eine sichere Perspektive muss man auf die große Mehrheit der Wissenschaftler*innen hören und gerade jetzt nicht aufgeben. Seit Monaten halten wir uns an Einschränkungen, Auflagen, meiden Kontakte und geben unser Bestes – immer mit dem Ziel vor Augen, Menschen zu schützen und Corona zurückzudrängen. Wir waren dabei schon einmal erfolgreich, im März 2020, als wir vorgewarnt durch unsere europäischen Nachbarn Italien und Österreich frühzeitig und entschieden auf die 1. Corona-Welle reagierten, das Leben zurückfuhren und mit wenigen Wochen Verzicht einen trotz Pandemie lebenswerten Sommer geschaffen haben. Die Politikwissenschaftlerin

1500 Menschen erkrankten dennoch bis Anfang September allein in Nürnberg und leider starben auch 56 Menschen im Verlauf dieser ersten Welle, dennoch grenzten solch niedrigen Zahlen im internationalen Vergleich fast an ein Wunder.

Heute im April 2021 sieht die Lage anders aus. Deutschland ist nicht mehr „gut durch die Pandemie gekommen“. In Nürnberg sind bereits 5,5% der Gesamtbevölkerung, 29000 Menschen, erkrankt und 870 an Corona verstorben. Die 2. Welle wurde nicht mehr frühzeitig und mit konsequenten Maßnahmen bekämpft, obwohl Wissenschaftler wie Christian Drosten bereits zum Ende der 1. Welle genau auf diese Welle im Herbst hingewiesen und vor ihren Folgen gewarnt hatten. Es wurde abgewartet und auf steigende Fallzahlen immer wieder nur mit kleinen Verschärfungen von Maßnahmen reagiert, bis die Fallverfolgung vielerorts zusammenbrach, eine Kontrolle der Pandemie nicht mehr möglich war.

Jetzt stehen wir vor der 3. Welle. Auch sie wurde von den Wissenschaftler*innen, die sich während dieser Pandemie fast nie geirrt haben, angekündigt. Diese Ankündigungen wurden aber von Politiker*innen, die vor allem darauf hofften mit Lockerungen allen notleidenden Branchen helfen zu können, kaum beachtet. Jetzt ist die Politik gelähmt, scheint handlungsunfähig zu sein und nicht in der Lage die Fehler des erneuten Abwartens zu erkennen und schnell und entschieden zu gegenzusteuern. Auch Bayern hat nach einer ersten entschiedenen Phase des frühzeitigen Handels nun Abwarten und Lockerungen auf der politischen Agenda ohne auf das exponentielle Fallwachstum zu reagieren.

Alle Risikofaktoren für diese Pandemie befinden sich heute nach Ostern im tiefroten Bereich. Wer die Überlastung des Gesundheitswesens, die Triage auf den Intensivstationen und Krankenwagen ohne anfahrbare Krankenhäuser mit noch freien Betten vermeiden will, muss jetzt handeln. Es bleiben nur wenige Tage Zeit.

Die Politik handelt nicht – darum müssen wir handeln! Wir können und wollen nicht darauf warten, dass die Ministerpräsident*innen statt der Bekämpfung der Lockdowns, endlich wirksam die Pandemie bekämpfen.

Wir, der übergroße Teil der Bürger*innen, sind bereit, noch einmal die Maßnahmen zu verstärken. Auch die Wirtschaft in unserer Region ist bereit, noch einmal verschärfte Maßnahmen umzusetzen. Selbst die am stärksten Betroffenen: die Gastronom*innen, die Hotellerie, die Kulturschaffenden, die Ladenbesitzer*innen, die dort gerade freigestellten Angestellten, Arbeiter*innen in Kurzarbeit, Paketboten, die Lehrer*innen, Erzieher*innen oder die Familien, die zu Hause seit Monaten gleichzeitig Job, Homeschooling, Haushalt und manchmal auch noch Angehörigenpflege stemmen – sie alle sind bereit noch einmal für den Schutz Deutschlands und unserer Region vor einer großen Corona-Welle mit hunderttausenden von Erkrankten und tausenden Toten zusammenzustehen.

Denn es gibt einen Ausweg: Hören wir auf die Wissenschaft, schränken wir Mobilität und Kontakte noch einmal für wenige Wochen stark ein. Die Politik hat uns weniger einschneidende Maßnahmen durch ihre Lockerungen und das Zaudern und Abwarten genommen. Aber wir können die 3. Welle noch auf den Ausmaß der 2. Welle begrenzen: Wenn wir jetzt entschieden auf die NoCovid-Strategie setzen.

Nürnberg war die am stärksten von Corona betroffene deutsche Großstadt. Machen wir sie mit dem „NoCovid Modellprojekt Nürnberg“ nun zu der Metropole, die Corona mit voller Kraft entgegen tritt.

Es ist eine Strategie, die nach allem was wir derzeit wissen die Pandemie am ehesten schnell und vor allem nachhaltig kontrollieren kann. Es ist im internationalen Vergleich die einzige Strategie, mit der Länder erfolgreich waren – sei es die Insel Neuseeland, oder ein Land in Europa wie Portugal. Kopieren wir die dort erfolgreichen Maßnahmen und schaffen so eine Grüne Zone in Franken!

Der Baustein Testkampagne

Der Baustein Wirtschaft

Der Baustein Schule

Der Baustein Kultur

3 Kommentare

  1. Das klingt alles traumhaft. Ist aber aufgrund der engen überregionalen Verzahnungen der Wirtschaft und Betriebe nur Phantasterei. Wenn es nicht Deutschlandweit oder gar Europaweit umgesetzt werden kann sind diese Überlegungen Zeitverschwendumg. Man muss von der Inzidenzfixierung endlich Abstand nehmen und die Zahlen realistisch berechnen. Dann kann nur ein Ampelsystem mit Bettenbelegung regional, inzidenzen im Verhältnis zu allen Testungen, und IMPFQuote eine Besserung bringen, Weg von der Panik in den öffentlichen Mainszream Medien. Dann wird sich die Situation bald bessern

    1. Das Konzept funktioniert in Dänemark, Portugal, Island, Neuseeland, Australien. Es wird auch bei uns funktionieren. Das ist das gute wenn man auf erprobt erfolgreiche Konzepte setzt. Portugal kam in kurzer Zeit von 900 auf Inzidenzen von 30, ist fast im ganzen Land nun „Grüne Zone“ und es waren nur 5 Maßnahmen für 6 Wochen, mit denen man dort erfolgreich war. Wir brauchen einfach Pragmatiker und keine Schwarzseher.

  2. Hallo Thomas, nichts anderes als dein Konzept hilft hieraus, ähnlich wie #harterlockdownjetzt,das ich unterstütze wie knapp 90000 andere auch,der Kommentar des Mitbürgern vergisst im übrigen auch schon wieder, daß wir die erste Welle auch so gebrochen haben, es kommt aber endlich bewegung, da manu schwesig in MV das ab montag vollzieht u. immer mehr großstädte keine Betten mehr frei haben.

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